Overalls sind wahre Alleskönner: Reinschlüpfen, allerhöchstens noch einen Reißverschluss oder zwei Knöpfe zu machen – schon kann man zur Tür hinaus.

„Wenn ein kleines Schwarzes perfekt passt, gibt es dazu keine Alternative“ sagte Wallis Simpson, Duchess of Windsor und Gattin des britischen Königs Eduard VIII, und meinte damit das zeitlose schwarze Kleid, das sich als Inbegriff von Stil und Eleganz verstand.

Jetzt bekommt das Kleine Schwarze Konkurrenz vom Overall!

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit: In Karlsruhe tobte in der Günther-Klotz-Anlage „Das Fest“  und es war das Sommer-Ereignis der Stadt. Alle waren dabei. Und ich natürlich auch!

Wenn ein Klassiker aus der Versenkung auftaucht, sind vor allem diejenigen skeptisch, die ihn schon mal im Schrank hatten und sich irgendwann schweren Herzens von ihrem Lieblingsstück getrennt haben. Die Jeansjacke zerstreut diese Bedenken. Männer wie Frauen kombinieren dieses Key Piece mal sophisticated, mal sportlich oder elegant. Sehr zeitgemäß und mit vielen optischen neuen Erlebnissen feiert die Jeansjacke (mal wieder) ein gelungenes Comeback.

Die Stadt – ein urbaner Dschungel. Besonders jetzt zum Beginn des Sommers blüht er so richtig auf und findet sich thematisch auch im Styling wieder.

Es war im Jahre 2006, als Miranda Priestley (alias Meryl Streep) im Hollywood-Blockbuster „Der Teufel trägt Prada“ ihr Urteil über das Blumenmuster als Modetrend für die anstehende Sommersaison fällte: „Blumenmuster für den Frühling? Bahnbrechend…“ – so das zynisch formulierte Statement der Mode-Diktatorin. Und Miranda hatte Recht. Ihr Scharfsinn und Verständnis für Stil ließen sich nicht trügen, schließlich gehört das florale Design seit Jahrzehnten zu den sommerlichen Must Wear Items für Frauen. Doch so fest verwurzelt der botanisch angehauchte Look in der Frauenmode auch sein mag, keimt er in der Männerwelt erst seit Kurzem auf.

Rosen, Tulpen, Nelken. Von den großflächigen Blütenprints bis zur Millefleur-Optik – in dieser Saison wird alles zusammengewürfelt und neu zusammengesetzt. Im Vergleich zur letztjährigen Flower-Power-Trendmode bietet die Sommermode prinzipiell nichts Neues. Doch es gibt einen Unterschied, der ins Auge sticht: Die geblümten Hingucker werden nicht mehr mit unifarbenen Basics kombiniert, sondern werden im Allover-Look getragen.

In den 80er Jahren rollte die erste italienische kulinarische Welle durch Deutschland und ich weiß nicht, wie oft Tomate mit Mozzarella (Kuh, nicht Büffel), Spaghetti Carbonara und Zabaione, zusammen mit Valpolicella aus der Korbflasche, den Weg auf unseren Esstisch fanden. Das alles liebe ich heute immer noch – vor allem die wunderbare Zabaione ist Dauergast in meiner Küche. Wer das Rezept kennt, weiß, dass nur ein Schuss Marsala aus einem Schaum den Klassiker macht, ohne den die Zabaione nur eine einfache Eischaum-Creme wäre.